Der Geschmack von Afrika

Lange habe ich nichts von mir hören lassen. Dabei habe ich sogar ein neues Restaurant getestet. Nur mit dem Schreiben wollte es nicht so recht klappen. Eine Schreibblockade wenn ihr so wollt.

Nun aber zum eigentlichen Thema. Aachens erstes Afrikanisches Restaurant! Enyonam.

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Ja, was soll ich sagen… in jeglicher Hinsicht eine ungewöhnliche Erfahrung.

 

Geboten werden Gerichte aus Togo, Senegal, Ghana und Kamerun, der Heimat der Köchinnen.
Großartig waren die frittierten Süßkartoffeln mit würziger Tomatensauce zur Vorspeise.
Die Hauptgerichte waren alle recht deftig. Ich hatte Asidessi, ein Gericht mit Fleisch und Fisch in Erdnusssauce. Der Fisch war geräuchert und hat dadurch natürlich den Geschmack sehr geprägt, um nicht zu sagen, alles andere überdeckt. Und so eine Erdnusssauce ist natürlich recht mächtig. Als Beilage gab es Fufu, ein fester Brei aus Maniokwurzeln. Der alleine schmeckt nicht weltbewegend, aber er dient auch eher als Werkzeug um die Sauce aufzunehmen. Denn, ganz in afrikanischer Tradition, darf man -YAY- mit den Händen essen. Man zwackt also etwas Fufu ab, taucht es in die Sauce (in der Speisekarte übrigens immer Suppe genannt) und versucht das ganze möglichst elegant und ohne zu kleckern in den Mund zu befördern.

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Ein anderes Gericht, Ndole, mit Bitterblättern, Kochbananen und Garnelen war allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Zusammen mit der Beilage Bobolo (Stangen von fermentiertem Maniokmehl eingerollt in Bananenblättern) erinnert es ein wenig an zähe Gnocchi mit Spinat.

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Es fällt mir schwer, ein abschließendes Urteil zu fällen. Das Essen ist gut, aber eher Hausmannskost als Essen in Restaurantqualität, die Getränkekarte könnte ruhig etwas Außergewöhnlicheres bereithalten. Am Service hapert es noch ein wenig. Vielleicht gibt sich das mit etwas mehr Routine, schließlich hat das Restaurant erst in diesem Sommer eröffnet.
Sehr gut gefallen hat mir dagegen die Ungezwungenheit beim Essen. Am Tisch die Hände waschen und rein in die Suppe. Wo kann man das sonst in einem Restaurant hier zu Lande machen.

Da sag ich nur: ENYONAM! (übersetzt „Das ist gut für mich“)
Eure Gwendolyn

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