Trüffel, Gold und andere Schätze

Ich wollte nie zu den Foodbloggern gehören, die die Welt mit ihren Rezepten überfluten, aber das vergangene Wochenende hat auch mir wieder mal gezeigt, dass das richtige Rezept manchmal Gold wert sein kann.

Es begann mit dem Geburtstag meiner Cousine Sofie. Sie bekam ein Pralinenbuch geschenkt. Leider hatte sie bisher nicht viel Freude daran. Für viele Rezepte benötigt man spezielle Rohstoffe und Werkzeuge, vermeintlich einfache Rezepturen funktionieren nicht wie gewollt.

Ich habe mir ein paar Pralinen und Rezepte ausgedacht die einfach nachzumachen sein sollen. Zudem sollten sie wandelbar sein und natürlich schmecken.

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So bin ich also, bepackt mit einem Korb voller Zutaten und vielen Ideen im Kopf, nach Unna gefahren und hab mit Sofie und einer Freundin eine kleine Schokoschlacht in Mutters Küche veranstaltet.

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Es gab unter anderem Schokoladentrüffel mit Tonkabohne. Hier kommt (ausnahmsweise) das Rezept, einfach, ursprünglich und doch elegant:

100 g Bitterkuvertüre oder Edelbitterschokolade (z.B. 72% Kakaoanteil)
100 g Edelvollmichschokolade (32% Kakaoanteil)
grob hacken und in eine Schüssel geben.
100 g Sahne mit einer ½ geriebenen Tonkabohne aufkochen, danach über die Schokolade gießen. Rühren, bis die Schokolade vollständig aufgelöst ist.
Den Canache kalt stellen und gelegentlich umrühren. Wenn die Masse spritzfähig ist, kleine Kugeln auf ein Backpapier dressieren. Sollte sie schon zu fest sein, kann man sie im Wasserbad oder der Mikrowelle wie vorsichtig erwärmen.
Die Kugeln erst mal wieder kalt stellen, bis sie wieder richtig fest geworden sind. Danach werden die Trüffel nur noch in Kakaopulver gewälzt und fertig! Sie dürfen ruhig unregelmäßig und rustikal aussehen. Denn von ihrer äußeren Ähnlichkeit zum wertvollen Trüffelpilz, der auch ein wenig unförmig und dreckverkrustet daherkommt, haben sie schließlich ihren Namen.

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Wer keine Tonkabohne hat oder mag oder verschiedene Sorten herstellen möchte, der kann auch andere Aromen und Gewürze verwenden. Zimt, Muskat, Vanille, Rum, Amaretto, Whisky… Der Rest des Rezeptes bleibt gleich.
Und wie schmeckt’s? Lecker schokoladig! Sagt Sofie.

Zum Schluss noch ein Foto in bester Foodblog-Manier.

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Soweit mein Abenteuer aus der Pralinenwerkstatt. Viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren.

Eure Gwendolyn

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