Zeitreise

Letztes Jahr habe ich zufällig mitbekommen, wie mittels Crowdfunding Unterstützer für eine außergewöhnliche gastronomische Idee gesucht wurden. Das hat mich natürlich neugierig gemacht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, einen kleinen finanziellen Beitrag zu leisten um Aachens Kneipenlandschaft erheblich zu bereichern. Mein Name wurde sogar auf der Support-Tafel verewigt. Im Oktober hat die Bar dann eröffnet.

_DSC0742 (2)

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen im Grotesque! Die Absinth-Bar ganz im Stil der 1920er Jahre, wirklich einzigartig in Aachen.

Jetzt habe ich es auch endlich mal dorthin geschafft und, was soll ich sagen, man erlebt tatsächlich eine kleine Zeitreise. Sobald man die Flügeltüren aufstößt wird man von einer kräuterigen Duftwolke empfangen. Stimmungsvolle Musik und eine detailreiche Einrichtung laden ein, die Welt draußen zu vergessen.

_DSC0732 (2)

Ich habe noch nie Absinth getrunken. Ich hab mich nicht getraut. Es wirkt ja auch etwas geheimnisvoll und mystisch. Man trinkt ihn auch nicht einfach so, sondern zelebriert ein kleines Ritual. So ganz ahnungslos wie ich war, war ich heilfroh über eine Geschmacksberatung. Anhand von drei Fragen (nach der Intensität von Anis, Lakritze und der Süße) wurden mir zwei Absinthe aus der über 20 Sorten umfassenden Karte empfohlen. Ich hab dann den mit dem hübscheren Namen genommen.

_DSC0735 (2)

Serviert wird Absinth in recht großen Gläsern, mit einem Zuckerlöffel, einem Zuckerwürfel und standesgemäß mit dieser aufwendigen Wasserfontäne. Damit lässt man langsam Eiswasser auf den Zuckerwürfel tropfen bis dieser sich aufgelöst hat. Dabei verfärbt sich auch das Getränk. Der anfangs klare Absinth (egal ob grün, gelblich oder farblos) wir mit jedem Tropfen milchiger und trübe. Wie bei den meisten hochwertigen Getränken verändert sich das Aroma und der Geschmack mit der Temperatur. Langsam steigen einem die Kräuter in die Nase.
Dank der kompetenten Beratung habe ich übrigens eine gute Wahl getroffen. Hieronymus Bosch Verte.

_DSC0740 (2)

Wer keinen Absinth möchte findet auf der gut zusammengestellten Getränkekarte mit Sicherheit auch etwas anderes. Vielleicht einen Gin (jeweils mit Tonic-Empfehlung), Whisky von der Tageskarte oder belgisches Bier. Die Leffe Auswahl soll demnächst noch erweitert werden. Man darf gespannt sein.

Wir sehn uns also wieder im Jahr 1920!

Eure Gwendolyn

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s