Kneipentour Teil 1: Die Grundlage

Ich hab euch ja versprochen euch mit auf eine virtuelle Kneipentour durch Aachen zu nehmen. Als Vorlage dient die Route, die ich mit Freundinnen zum Geburtstag von Horst (Namen von der Redaktion geändert) zurückgelegt habe. Ein Mädelsabend nach Art des Hauses also. Liebesschnulze, Prosecco und Törtchen sind nicht so unser Ding. Rouladen, Bier und Gin schon eher. Dann mal los kreuz und quer durch die Stadt. Das kreuz und quer bezieht sich übrigens auf die Straßenführung und die Reihenfolge, nicht auf unser Füße oder unseren Allgemeinzustand. Es war schließlich kein Besäufnis, sondern ein gepflegter Streifzug durch unsere Lieblingskneipen und einer (für mich) Neuentdeckung!

Solch ein Abend braucht natürlich eine gute Grundlage, so sagt man, und ein Geburtstag ein Abendessen nach Wunsch des Geburtstagskindes. Beides haben wir im Degraa gefunden. Eigentlich heißt das Lokal ja Aachener Brauhaus, aber bei den Aachenern ist es immer noch unter dem Namen des Bieres bekannt. Degraa Obergärig wird schon lange nicht mehr gebraut und auch die Produktion der Neuauflage wurde mittlerweile wieder eingestellt.
So ist die Getränkeauswahl überschaubar und nicht allzu außergewöhnlich.

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Aber hier geht man ja auch wegen der gemütlichen Atmosphäre und der traditionellen Brauhausküche hin. Dazu gehört Rheinisches wie Sauerbraten, Puttes oder Muscheln mit Schwarzbrot, deutschlandweit geliebtes wie Haxe, Steak und Currywurst oder fast vergessenes wie falsches Kotelett. Sehr fleischlastig das ganze, aber eben auch saugemütlich mit diesen gewissen generations- und klassenübergreifenden Glücklich-Mach-Faktor.

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Bald geht’s weiter…

Darauf hat die Welt gewartet

Heimweh nach Mutters Sonntagbraten? Was schnelles auf die Hand, aber keine Lust auf Döner, Pizza oder Chinesisch? Zum Glück hat Aachen jetzt die Karl’s Box! Hier gibt es Hausmannskost to go. Darauf hat die Welt gewartet. Na gut, vielleicht nicht die Welt, aber ich.

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Ich koche ja gerne, aber es gibt einige Gerichte, die lohnen sich irgendwie nicht für eine Person. An einem Rotkohl esse ich wohl ungefähr eine Woche und man kann ja auch nicht ständig Freunde zu ihrem Glück zwingen. Da kommt so eine Box doch gerade recht. Die kann man sich dann auch noch nach Herzenslust zusammenstellen. Zur Auswahl stehen Leberkäse, Spießbraten, Krustenbraten, oder Entenbraten (besser als in so manchem Restaurant!), Knödel oder Bratkartoffeln und Apfelrotkohl oder Sauerkraut. 4 mal 2 mal 2 das macht, nach Adam Riese, 16 Kombinationsmöglichkeiten. Ach nein, ich hab ja noch die XXL Box vergessen… und als Brötchen oder Öcheritto (Wrap) gibt es das ganze auch noch als Variante „auf die Hand“. Salatboxen sind auch noch im Angebot. Und wem das an Auswahl noch nicht reicht, der kann sich auf Hausmannskost-Specials wie Schnitzel, Hühnerfrikassee, Gulasch oder Grünkohl freuen. Das sind dann doch noch einige Möglichkeiten mehr.

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Alle, die sich jetzt fragen, wie man denn unterwegs Krustenbraten und Klöße essen soll, kann ich beruhigen. Es wurde an alles gedacht. Die Klöße gibt es im Mini-Format, das Fleisch ist portioniert und dennoch ist es wohl geschichtet und nicht in Sauce ertränkt. Bravo!

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Psst, zum Schluss noch der ultimative Geheimtipp für euch. Karl’s Box zusammenstellen, über den Markt zur Pontstraße laufen, im Egmont den letzten Tisch ergattern, ein Bier bestellen und zusammen genießen.
Freut euch drauf!

Eure Gwendolyn