Kneipentour Teil 4: noch lange nicht Zuhause

Wenn ihr euch eure Traumkneipe zusammenbasteln dürftet, wie würde sie aussehen? Jeder hat doch so seine Wunschliste. Und dann sitzt man gemütlich beisammen, sieht sich um und hakt in Gedanken seine Liste ab. Im Zuhause kann ich hinter fast alle Punkte ein Häkchen machen. Da hätten wir:

  • Eine gemütliche Atmosphäre geschaffen aus Omas Möbeln und Bücherrecycling
  • handverlesene Getränke mit Bierspezialitäten, seitenlanger Whiskykarte, der wohl besten Ginauswahl in der Stadt (soweit lehn ich mich mal aus dem Fenster) und all die anderen leckeren Sachen
  • am Wochenende Kuchen aus Aachens bester Konditorei
  • Live-Musik von Newcomern und alten Hasen
  • Tatort auf Leinwand
  • Knobelbecher, Brettspiele, Kicker – alles da
  • Klönen und werkeln beim Stricktreff

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Diese Auflistung könnte ich jetzt noch eine Weile so weiter führen. Ihr seht, es gibt viele Gründe sich mal wieder in die Sandkaulstraße zu begeben.

Und weil das ganze so ein lustiges Potpourri ist, und man bei einer ordentlichen Kneipentour nachts irgendwann wieder Hunger bekommt, entstehen hier solch kulinarische Highlights wie Lammerskötters berühmte Trüffelsahnetorte mit Möhrenbrand (wahlweise Haselnussgeist).

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Es sollte auch eigentlich niemanden mehr wundern, dass wir bei unserer besagten Geburtstags-Kneipentour hier versackt sind. Es ist eben einfach so… der Name sagt ja schon alles… Zuhause.

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Kneipentour Teil 3: Es wird bunt

Die virtuelle Kneipentour habe ich für ein paar aktuellere Artikel unterbrochen. Jetzt gehts weiter. Wir waren in der Promenadenstraße und da bleiben wir auch noch für eine weitere Station.

Angezogen von den bunten Farben wie die Motten vom Licht konnten wir uns einen kurzen Abstecher ins Sturmfrei nicht verkneifen. Tatsächlich war ich zum ersten mal hier, obwohl es den Laden gefühlt schon eine halbe Ewigkeit gibt.

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Alle Fans von 70er-Jahre-Deko sollten hier auf jeden Fall mal vorbei schauen. Mustertapeten, Lavalampen,… alles da. Genau wie im Kiez Kini eine lässig durchgestylte Atmosphäre. Hier waren wohl die gleichen Profis am Werk, oder Tine Wittler?!

Tatsächlich ist Jörg Polzin Inhaber dieser beiden Kneipen und der WG (gleich neben dem Sturmfrei).  Das Herzblut für die Läden, die Straße und die Gäste ist unverkennbar!

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Kneipentour Teil 2: Von Urtypen und schwimmenden Fröschen

Da sind wir wieder… auf dem Weg in die wohl spannendste Straße in Aachen. Auf ein paar Metern trifft man hier auf türkische Gemüsehändler, einen persischen Gewürzladen, ein Feinschmecker-Restaurant, Studentenkneipen, eine Galerie, die Synagoge und nicht zuletzt das Fenster zum Hafen, das Kiez Kini.
Vor einiger Zeit habe ich ja schon mal über ein Konzert hier berichtet. Die Beschreibung der Location ist damals etwas zu kurz gekommen. Das muss ich jetzt unbedingt nachholen. Wo fang ich an…schön ist das hier, so gemütlich, wenn ich so was wie eine Stammkneipe hätte, dann wäre es diese hier. Besonders gut gefällt mir die Einrichtung, eine Kombination aus alt und neu, selbstgebaut und aus Omas Keller geklaut, mit maritimer Deko, Dämmerlicht und Streifentapete. Eine Mischung die funktioniert ohne zu gewollt (also Disneyland-Aufgesetzt…ihr wisst was ich meine) auszusehen.

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Um das Konzept Hafenkneipe zu vervollständigen ist die Hausmarke das Hamburger Kult-Bier Astra. Frisch vom Fass und aus der Flasche, Urtyp oder Rotlicht. Kennt ihr die Werbeplakate? Hier ansehen und freuen.

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Und dann gibt es ja auch noch die Spezialitäten des Hauses. Mexikaner, beschreiben wir es mal als Bloody Mary Shot und (mein Favorit aufgrund des Spaßfaktors, der Kindheitserinnerung…und was zum Spielen) Waldmeisterlikör mit schwimmendem Frosch. Ist nicht so schlimm wie es sich anhört.

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Auf ein Bierchen, dann setzten wir unsere Tour fort.
Bis bald
Gwendolyn

Kneipentour Teil 1: Die Grundlage

Ich hab euch ja versprochen euch mit auf eine virtuelle Kneipentour durch Aachen zu nehmen. Als Vorlage dient die Route, die ich mit Freundinnen zum Geburtstag von Horst (Namen von der Redaktion geändert) zurückgelegt habe. Ein Mädelsabend nach Art des Hauses also. Liebesschnulze, Prosecco und Törtchen sind nicht so unser Ding. Rouladen, Bier und Gin schon eher. Dann mal los kreuz und quer durch die Stadt. Das kreuz und quer bezieht sich übrigens auf die Straßenführung und die Reihenfolge, nicht auf unser Füße oder unseren Allgemeinzustand. Es war schließlich kein Besäufnis, sondern ein gepflegter Streifzug durch unsere Lieblingskneipen und einer (für mich) Neuentdeckung!

Solch ein Abend braucht natürlich eine gute Grundlage, so sagt man, und ein Geburtstag ein Abendessen nach Wunsch des Geburtstagskindes. Beides haben wir im Degraa gefunden. Eigentlich heißt das Lokal ja Aachener Brauhaus, aber bei den Aachenern ist es immer noch unter dem Namen des Bieres bekannt. Degraa Obergärig wird schon lange nicht mehr gebraut und auch die Produktion der Neuauflage wurde mittlerweile wieder eingestellt.
So ist die Getränkeauswahl überschaubar und nicht allzu außergewöhnlich.

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Aber hier geht man ja auch wegen der gemütlichen Atmosphäre und der traditionellen Brauhausküche hin. Dazu gehört Rheinisches wie Sauerbraten, Puttes oder Muscheln mit Schwarzbrot, deutschlandweit geliebtes wie Haxe, Steak und Currywurst oder fast vergessenes wie falsches Kotelett. Sehr fleischlastig das ganze, aber eben auch saugemütlich mit diesen gewissen generations- und klassenübergreifenden Glücklich-Mach-Faktor.

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Bald geht’s weiter…