Geschmacksthesaurus

Eine Frage geistert mir schon seit geraumer Zeit durch den Kopf: Kann man Geschmack lernen? Oder anders gesagt, was unterscheidet Kochbuchköche von den Improvisierern?

Ich glaube ja, dass es in der Küche zwei Arten von Menschen gibt. Köche und Bäcker. Kochen lässt, sofern man die Grundlagen beherrscht, viel Raum für Experimente. Und wenns mal nicht schmeckt wie erwartet, kann man relativ leicht nachwürzen und mit einigen Tricks korrigieren. Beim Backen sieht das schon anderes aus. Ein gutes Rezept ist eigentlich unumgänglich. Zwar kann man hier nach eigenem Geschmack noch abwandeln, aber ist der Kuchen erst mal im Ofen…naja…das Verhältnis der wichtigsten Zutaten sollte schon stimmen. Selten habe ich jemenden getroffen, der beides mit gleicher Leidenschaft und Leichtigkeit betreibt.

Ich gehöre wohl eher zu den Köchen. Kühlschrank auf, Reste raus, alles in den Topf und mal sehn was dabei raus kommt. Noch eine Hand voll frische Kräuter drüber, fertig!

Aber zurück zum Geschmack. Für alle, denen das Zutaten-Jonglieren nicht in die Wiege gelegt wurde, die nach ein wenig Inspiration suchen oder einfach nur gerne lesen, habe ich heute eine ausgefallene Buchempfehlung.

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Der Geschmacksthesaurus von Niki Segnit ist eine Art Ideensammlung für Geschmackskombinationen. 99 Geschmacksrichtungen aufgeteilt in 16 Familien des Geschmacksrades werden hier beleuchtet. Beispielsweise die Familie der erdigen Aromen mit den Geschmacksrichtungen Pilze, Aubergine, Kreuzkümmel, Rote Beete, Kartoffel und Sellerie.

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Zu jeder Geschmacksrichtung sind dann mal mehr mal weniger Paarungen beschrieben. Einige mit wissenschaftlich anmutenden Erklärungen, andere mit Rezepten, Anekdoten oder Küchenweisheiten.  Alles in allem eine kurzweilige Lektüre die keineswegs den Anspruch erhebt, vollständig zu sein. Aber 4851 Kombinationen sollten doch ausreichen um sich neue Anregungen zu holen.

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Wer sich intensiver damit beschäftigt findet darüber hinaus dann auch weitere Kominationen. Denn die Welt des Geschmacks ist doch irgendwie logisch. Ein Beispiel aus meiner Erfahrung. Kaffee und Schokolade passen super zusammen (getestet in diversen Milchkaffeegetränken oder den tollen schokolierten Kaffeebohnen), Orangenschokolade ist großartig (von Valrhona), also müssten doch Kaffee und Orange auch zusammen passen. Ich sag nur Barraquito. Eine Kaffeespezialität aus Teneriffa mit Zitruszesten und Zimt. Auch im Orient veredelt man gerne Kaffee mit Orangensaft und Schale.

So abgedroschen es auch klingt, am Ende bleibt Geschmack doch etwas sehr Subjektives. Und darüber sollte man nicht streiten. Aber mutig sein und Ungewöhnliches wagen kann ich jedem nur ans Herz legen.

Eure Gwendolyn

 

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Inspiration zwischen Buchdeckeln

Die Entdeckung dieses Buches möchte ich fast schon als schicksalhaft bezeichnen. Es ist eines dieser Bücher, das ich zufällig beim Stöbern in der Buchhandlung entdeckt habe und seitdem immer wieder zur Hand nehme und durch den Kaninchenbau in der Welt der Vintage Tea Party verschwinde. Nicht zuletzt hat mich die Buchgestaltung auch zum Design dieses Blogs inspiriert.

 Vintage Tea Party

Als pinkhaarige, gepiercte Wirtschaftsprüferin und Buchhalterin war Angel Adoree noch nicht in ihren Traumberuf angekommen. Ich kann mich an dieser Stelle genau in sie hinein versetzten. Manchmal braucht es eben gewisse Wege um zu seinem Ziel zu kommen. Und so betreibt Angel seit 2007 in London die Vintage Patisserie, wo sie ihre Retor-Liebe und Koch-Leidenschaft in perfekt inszenierten Themenpartys ausleben kann.

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Ein großes Glück für uns, dass sie uns mit ihrem Buch einen Einblick in ihr Universum gewährt.

Angel hat aber auch an alles gedacht, was zum Gelingen der perfekten Tea Party (und mit Tea Party ist hier natürlich die englische Tradition des Fünf-Uhr-Tees gemeint, nicht die politische Bewegung in den USA) beiträgt.

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Es gibt natürlich jede Menge Rezepte zu verschiedenen Tageszeiten, Tipps zur Planung, Deko und Styling. Darüber hinaus schöne Fotos und eine großartige Illustration. Was es damit auf sich hat, könnt ihr im Vorwort nachlesen.

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Ich werde jetzt noch ein wenig schmökern.

Anleitung zum Wohlfühlkochen

Seelenfutter, so wollte ich diesen Blog eigentlich nennen. Gab es aber schon. Als ich im Bücherregal dann ein Buch mit gleichem Tital sah, musste ich natürlich genauer hinsehen. Die Rezepte sollen glücklich machen. Ob es auch hält was es verspricht?

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Es gibt Tage, da braucht man eben was schön deftiges und warmes im Magen um das Schmuddelwetter draußen zu vergessen oder etwas cremiges um die Stimmung nach einem miesen Tag zu heben. Schon das Durchblättern des Buches macht gute Laune. Tolle Fotos und viele praktische Tipps zum Trostkochen ergänzen die Rezeptsammlung.

Die Gerichte sind einfach aber wirkungsvoll. Cheeseburger, saftig und würzig mit viel Käse. Spiegelei-Brot, denn manchmal braucht man was ehrliches. Caesars Salad brigt Frische in den Tag. Jede Menge Pasta, denn „Pasta im Schrank, das ist wie der Regenschirm, den Oma für alle Fälle dabei hatte. Wer weiß schon, wann Wolken aufziehen.“

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Und dann natürlich noch das Kapitel Süße Glücksbringer“. Das ist Seelenfutter pur.

Susanne Bodensteiner und Sabine Schlimm haben eine großartige Waffe gegen den Winterblues hinbekommen. Da kann die dunkle Jahreszeit kommen.

Mehr Infos, eine vegetarische Variante und ebooks gibts es bei GU.

Liebe Grüße aus der Glücklich-Küche.

Eure Gwendolyn

 

Kochen für die Welt

Es gibt Bücher, die stehen in der Kochbuchabteilung obwohl sie weit mehr sind als eine reine Ansammlung von Rezepten. Dieses hier erzählt Geschichten. Geschichten von Menschen, von Schicksalen, von Helfern und von dem was uns alle verbindet: Dem guten Essen natürlich.

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Unsere Lieblingsrezepte für die Welt ist der Titel. Unser/Wir das sind in dem Fall die Menschen der Organisation Women for Women international, Teilnehmerinnen der Projekte in den Kriesen- und Kriegsregionen und zahlreiche Prominente Unterstützer. Alle beglücken uns mit ihren Liebligsrezepten. So frühstückt Annie Lennox zum Beispiel Porridge, Paul McCartney bereitet Super-Gemüsesalat zu, Judi Dench liebt Brot-und-Butter-Pudding, Peter Gabriel zaubert Käsesoufflé, Ben & Jerry steuern überbackene Alaska-Eiscreme bei.DSC_0265

Und wenn man gerade nicht kocht, dann sollte man sich unbedingt den bewegenden Porträts der Frauen widmen. Aber keine Angst vor zu viel Rührseligkeit. Natürlich sind es bewegende Geschichten, aber sie wirken echt. Gepaart mit den Hintergrundinformationen über Land und Leute, den großartigen Bildern und landestypischen Rezepten ist es eine gelungene Mischung.

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Und bei wem sich dann doch das schlechte Gewissen leise zu Wort meldet, dem sei versichert, 3 Euro pro verkauftem Buch unterstützen die Organisation Women for Women international.

Mehr Infos und einen Blick ins Buch gibt es auf der Homepage des Callwey Verlags.

Lest mehr Kochbücher!

Eure Gwendolyn