36 Stunden beerfeldein

Warum hat ein Tag eigentlich nur 24 Stunden? Im Moment bräuchte ich mindesten 36 um all meine Pläne und Vorhaben umsetzen zu können. Renovieren, umziehen, arbeiten, studieren…schreiben. Da mein Antrag auf Tagverlängerung leider in der Post verloren ging, musstet ihr jetzt leider etwas länger auf den nächsten kulinarischen Bericht meiner Wenigkeit warten. Ich hoffe, ihr seid nicht verhungert oder verzweifelt auf Dosenravioli umgestiegen.

Heute also ganz frisch ein paar Eindrücke aus dem Pop-up-Café „beerfeldein“.

mmmh

Dass es bei mir beim Essen nicht nur um Nahrungsaufnahme geht habt ihr sicher schon oft zwischen den Zeilen lesen können. Koch- uns Backkunst, Sinneseindrücke, Gefühle, Geselligkeit, alles zusammen erst macht so richtig satt.

Löffel dich glücklich

Was liegt also näher, als Kunst und Kuchen miteinander zu verbinden. Die Jungen Freunde Ludwig Forum haben heute genau das gemacht. Pünktlich zum Restaurant Day haben sie ihre Bar durch die Stadt geschoben und im Kunstwechsel, einem leerstehenden Ladenlokal das derzeit Künstlern, Filmemachern, Tänzern und anderen Experimentierfreudigen als Spielfläche dient, ein Café entstehen lassen. Frisch gebackener Kuchen und herrlich duftende Waffeln, der gute alte Filterkaffee, Kunst zum anfassen und Mitmachen, viele nette Menschen und tolle Begegnungen. So kann ein verregneter Sonntag gerettet werden.

kommholkuchen

Der einzige Haken an der Sache: das beerfeldein hat schon wieder geschlossen. Wirklich sehr schade. Die Sommer Residency im Kunstwechsel gibt es aber noch zwei Wochen lang.

Kunstwechsel

Und auch die Jungen Freunde werden nicht untätig bleiben. Schon am Donnerstag (20. August) öffnet die LUFO Bar wieder ihre Pforten. Dann gibt es wieder Liegestühle und Schubkarrensessel im Hof des Ludwig Forums. Ohne Kuchen, dafür mit Livemusik von Modus.

Vielleicht also bis Donnerstag

Eure Gwendolyn

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Wochenend und Sonnenschein

Das sonnige Wetter in den letzten Tagen hat auch mich tatsächlich mal vor die Tür gelockt. Einer der schönsten Plätze in Aachen ist zweifelsfrei der Hof. Das ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Daher ist es im Sommer zu bestimmten Tageszeiten schon fast Glückssache einen freien Tisch zu bekommen.

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Im Juni finden hier auch die berühmten Hofkonzerte statt, jedes Jahr veranstaltet von der Hofgemeinschaft.

Diese hat in den letzten Jahren ja häufiger mal ihre Besetzung geändert. Den Hofgarten gibt es nicht mehr. Das Kaiserwetter hieß früher mal Muckefuck. Andere gibt es schon ewig (man kann nur hoffen, es bleibt auch so), den Domkeller zum Beispiel oder das Café zum Mohren.

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Hier im Café, beziehungsweise auf der dazugehörigen Terrasse, habe ich mir also  mein erstes Urlaubsgefühl gegönnt. Auf unbedingte Empfehlung von Freunden habe ich den Polentakuchen mit Aprikosen probiert. Ich kann euch diese Köstlichkeit nur wärmstens ans Herz legen. Das Eis (auch so ungewöhnliche Sorten wie Sanddorn und Holunderbeere), vor allem aber die Eistorten brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen. Die sind längst stadtbekannt.

Wochentags am Nachmittag in der Sonne sitzen, guten Tee trinken und sich ein Stück Kuchen genehmigen, das hat schon was von Kurzurlaub. Großartig!

Gönnt euch was!

Eure Gwendolyn

Kuchen von Oma

Die Wege des World Wide Webs sind unergründlich. Ich kann nur noch so vage nachvollziehen wie ich von einer Seite zur nächsten…ein hübsches Bild…ein interessanter Name…lange Rede, kurzer Sinn…irgendwie bin ich bei Kuchentratsch gelandet.

Kuchentratsch, das ist ein neues Unternehmen von zwei jungen Frauen, die mit Omas Kuchen backen und so die Welt (vielleicht nicht die ganze Welt, aber immerhin München) ein Stück weit besser und leckerer machen.

Hmm! Das hört sich spannend an. Und weil ich ja sowieso gerade auf dem Weg nach München war , habe ich einfach mal gefragt, ob ich mir das mal näher ansehen darf. Siehe da, ich wurde prompt von Katrin und Katharina eingeladen, sie in der neuen Backstube zu besuchen.

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Wunderschön sind die Räume. In einem Hinterhof in Zentrum Münchens gelegen, mit diesen tollen alten Säulen.

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Großzügig…

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…aber leider noch nicht fertig!

Derzeit backen die Omas ihre jahrelang erprobten Lieblingskuchen in einer Mietküche. Jede nach ihren eigenen Rezepten. Diese werden dann verkauft an Cafés, Firmen oder auch an alle anderen Kuchenliebhaber. Je nachdem welche Oma gerade am Ofen steht, ist ein Apfelkuchen eben nicht gleich Apfelkuchen. Bei einer Bestellung kann man sich also auch überraschen lassen. Super Idee. Die weitere Vorstellung überlasse ich den Mädels.

Weil die Backstube noch nicht sonderlich wohnlich ist, haben die beiden auch eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Und jetzt sind wir alle gefragt, damit die Omas bald in einer seniorengerechten Backstube zaubern können und der Schneebesen aus Pappe durch einen echten ersetzt werden kann. Man freut sich auch über kleine finanzielle Beiträge. Ein Dankeschön gibt es dafür auch. Ein gutes Gefühl, ein Backbuch, einen Kuchen oder sogar eine exclusive Backstubenparty. Je nachdem um wieviel ihr das Finanzbarometer in die Höhe schnellen lasst.

Ich hab schon mitgemacht. Jetzt spiel ich den Ball an euch weiter. Werdet Teil von etwas Großem!

Eure Gwendolyn