Kuchen von Oma

Die Wege des World Wide Webs sind unergründlich. Ich kann nur noch so vage nachvollziehen wie ich von einer Seite zur nächsten…ein hübsches Bild…ein interessanter Name…lange Rede, kurzer Sinn…irgendwie bin ich bei Kuchentratsch gelandet.

Kuchentratsch, das ist ein neues Unternehmen von zwei jungen Frauen, die mit Omas Kuchen backen und so die Welt (vielleicht nicht die ganze Welt, aber immerhin München) ein Stück weit besser und leckerer machen.

Hmm! Das hört sich spannend an. Und weil ich ja sowieso gerade auf dem Weg nach München war , habe ich einfach mal gefragt, ob ich mir das mal näher ansehen darf. Siehe da, ich wurde prompt von Katrin und Katharina eingeladen, sie in der neuen Backstube zu besuchen.

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Wunderschön sind die Räume. In einem Hinterhof in Zentrum Münchens gelegen, mit diesen tollen alten Säulen.

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Großzügig…

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…aber leider noch nicht fertig!

Derzeit backen die Omas ihre jahrelang erprobten Lieblingskuchen in einer Mietküche. Jede nach ihren eigenen Rezepten. Diese werden dann verkauft an Cafés, Firmen oder auch an alle anderen Kuchenliebhaber. Je nachdem welche Oma gerade am Ofen steht, ist ein Apfelkuchen eben nicht gleich Apfelkuchen. Bei einer Bestellung kann man sich also auch überraschen lassen. Super Idee. Die weitere Vorstellung überlasse ich den Mädels.

Weil die Backstube noch nicht sonderlich wohnlich ist, haben die beiden auch eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Und jetzt sind wir alle gefragt, damit die Omas bald in einer seniorengerechten Backstube zaubern können und der Schneebesen aus Pappe durch einen echten ersetzt werden kann. Man freut sich auch über kleine finanzielle Beiträge. Ein Dankeschön gibt es dafür auch. Ein gutes Gefühl, ein Backbuch, einen Kuchen oder sogar eine exclusive Backstubenparty. Je nachdem um wieviel ihr das Finanzbarometer in die Höhe schnellen lasst.

Ich hab schon mitgemacht. Jetzt spiel ich den Ball an euch weiter. Werdet Teil von etwas Großem!

Eure Gwendolyn

 

Eine Reise

„Überall wo ich bin, begegnen mir schöne Lokale und tolle Restaurants. Darüber möchte ich schreiben“ So jedenfalls hatte ich mir das im Urlaub ausgedacht. Haute, ein halbes Jahr und über 30 Posts später sieht es doch eher regional aus in meinem Speiseführer. Aus der Idee, auch am Wochenende mal häufiger raus zu fahren, den Blog zu nutzen um mich selber hinter dem Ofen hervorzulocken ist (bisher) nicht viel geworden. Versteht das jetzt nicht falsch, mir gefällt was hier entstanden ist und noch weiter entsteht.

Am Wochenende war ich endlich noch mal unterwegs. Aus der Europastadt Aachen zurück in das Weltdorf München. Über drei Jahre habe ich hier gelebt und gearbeitet. In dieser Zeit habe ich natürlich einige wunderbare Orte entdeckt. Leider konnte ich jetzt in zwei Tagen nicht alle abklappern, schöne Fotos und aktuelle Eindrücke sammeln. Dennoch möchte ich euch hier meine München-Highlights abseits von Hofbräuhaus und Co. nicht vorenthalten. Die Reihenfolge spielt übrigens keine Rolle. Einfach frei aus dem Bauch heraus:

Biergärten

Die fehlen mir hier am meisten (neben lieb gewonnenen Freunden und der U-Bahn). Allen voran der Taxisgarten. Ein eher kleiner Biergarten in Neuhausen. Wie sich das gehört mit großen alten Bäumen und von Hecken umfasst. Am besten einen Picknickkorb packen und mit Freunden bei einem Bier den Tag ausklingen lassen. Profis denken natürlich auch an Tischdecke und Kerzen. Dann wird es abends besonders schön.

Neulingers

Ehrliches Handwerk besteht eben doch manchmal gegen die großen in der Branche. Mit Bioprodukten und Kundennähe haben sie die Neuhausener erobert. Auch mich, als ich in der Nachbarschaft  gewohnt habe. Ich sag nur Holzofenbrot…dafür lass ich alles andere liegen!

Ysenegger

Einst mein Stammlokal in Sachen Frühstück. Der Altbau mit dem großen Gastraum und den langen Tischen, den Kronleuchtern und der kleinen Terasse passen perfekt ins Stadtviertel und zu den Bewohnern dort. München abseits der Touristenpfade.

Glockenspiel

Ein Geheimtipp? Eigentlich ist das Café mitten in der Stadt. Also so richtig mitten in der Stadt. Am Marienplatz direkt gegenüber vom Rathaus. Aber man muss schon wissen wo man suchen soll, bzw. den Blick einfach mal heben. Das Café liegt nämlich über den Dächern von München. Der Eingang liegt in einer Passage. Von da aus geht es mit dem Aufzug bis unters Dach. Die Dachterrasse ist im Sommer natürlich besonders schön. Hier hört man auch das berühmte Glockenspiel des Rathauses. Bei schlechtem Wetter wird hieraus ein Wintergarten.

Victorian House

Den Viktualienmarkt kennt sicher jeder. Der Inbegriff der Münchener Schlemmerkultur. Wer einfach mal ein paar Schritte weiter geht, der findet sich auf einmal in England wieder. Bei einem exquisiten Tee oder gleich einem Full Tea (mit Scones, Marmelade, Sandwiches…) lässt es sich ganz entspannt in einem Agatha Christie Roman schmökern. Ich klingt jetzt wirklich sehr nach Klischee, ich mach so was aber wirklich…und es ist großartig.

Goldloch

Hinter dem Namen verbirgt sich eine Weinbar, benannt nach dem Weinanbaugebiet Goldloch an der Nahe. Lässig und ungezwungen ist es hier. Eingerichtet mit viel Holz, Sitzkissen im Fenster und einer großen Tafel über der Bar. Meine Empfehlung zum Wein: Smörrebröd!

Cosmogrill

Der beste Burger! Immer noch meine Nummer 1! Mit Biofleisch, ausgefallenen Zusammenstellungen und wenns sein muss auch morgens um 6 Uhr. Was soll ich da noch zu sagen.

No Mi Ya

So was gibt es wohl nur in München. Ein bayrisches Wirtshaus, dass zum Japanischen Restaurant umgebaut wurde. Ich sollte vielleicht besser sagen, die ein japanisches Restaurant beherbergt. Denn die Einrichtung ist weitestgehend geblieben. Die Holzvertäfelung, die Hirschgeweihe, sogar ein paar Münchner Originale wurden an den Tischen vergessen. Hier habe ich zum ersten Mal die sagenhafte Kombination von Sushi und Weißbier probiert.

Café Luitpold

DAS Kaffeehaus in München schafft den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Egal in welchem Bereich. Tortenklassiker und moderne Kreationen nebeneinander in der Kuchentheke. Besonders stilvoll ist der überdachte Palmengarten und natürlich die auffälligen roten Klappstühle im Straßencafé. Die gehören schon fast zum Stadtbild.

Museumscafé der Villa Stuck

Nach einem Besuch der Villa Stuck im Künstlergarten in der Sonne sitzen, Kaffee trinken. So sollte ein Sonntag aussehen.

So, das waren meine Top 10 in München. Vielleicht probiert ihr das eine oder andere aus, wenn ihr mal in der Stadt seid. Oder habt ihr schon Lieblingslokale in München?

Eure Gwendolyn