Essen macht glücklich

Ja, essen macht glücklich! Das ist wohl ein Naturgesetz. Es gilt aber nur, wenn es das richtige Essen zur richtigen Zeit ist.

Bei mir hat letzte Woche mal wieder alles gepasst. Ich hatte einen ganz wunderbaren Abend mit Freunden im Konak (mein Geburtstagsgeschenk)!

Essen macht glücklich

Wenn man Pontstraße und türkische Spezialitäten in einem Satz benutzt, könnte man auf Döner und Co. schließen, doch das Team vom Konak bietet so ziemlich das genaue Gegenteil davon.

Zu Beginn haben wir uns warme und kalte Vorspeisen geteilt. Die üblichen Spezialitäten waren alle vertreten, Humus, gegrilltes Gemüse, Blätterteiggebäck, Dips und Salate. Zum Glück waren die Teller schnell leer, sonst hätte ich immer weiter genascht und keinen Hunger mehr gehabt für den Hauptgang. Und das wäre wirklich schade gewesen.

Konak1982

Die Auswahl der Hauptgänge geht von gegrilltem Fleisch, Fisch (Zander mit einer Kruste aus schwarzem Sesam und unglaublich gutem karamellisiertem Fenchel, eigentlich eine warme Vorspeise), Schmorgerichten (unbedingt Lammkeule in Aubergine probieren!) bis hin zu sogenannten Crossover-Gerichten. Darunter fällt auch der Trapistenbierbraten mit Bärlauch-Kartoffel-Püree, den ich mir ausgesucht hatte. Das Fleisch so zart, dass man fast kein Messer braucht…mmmh!

Zum ersten Mal habe ich hier auch einen türkischen Weißwein probiert. Ich bin kein Experte, aber mir hats geschmeckt.

_DSC0852 (2)

Am Ende des Abends steht eins fest: Wir müssen wohl noch ein paar mal wieder kommen, bis wir uns durch die gesamte Karte gegessen haben. Ich möchte kein einziges Gericht verpassen. Und auch die Geträkekarte bietet noch Verlockendes…

 

 

Advertisements

Das Beste in der Stadt

Letzte Woche war ich im Ludwig Forum bei einem Vortrag von Professor Markus Gabriel, Philosophieprofessor an der Uni Bonn, mit dem Titel SINN UND BEDEUTUNG DER KUNST.

Das waren, wie soll ich sagen, Lach- und Sachgeschichten für Erwachsene.
In der anschließenden Diskussion kam natürlich auch die Frage auf, was genau denn eigentlich Kunst ist. Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Wer ist Künstler? Hängt sie nur im Museum oder finden wir sie auch im Alltag wieder?
Darüber kann man stundenlang diskutieren und noch länger nachdenken. Ich habe das auch getan, und mich gefragt, wo mir überall (kulinarische) Kunst begegnet.

Einige Spitzenköche in ihren Sterne-Restaurants können sich unbestritten Künstler nennen.
Ich habe aber auch hier in Aachen in bescheidenerem und vor allem bezahlbaren Rahmen wahre Kunst gefunden. In meinem aller aller aller liebsten Liebliengs-Sushi-Restaurant. Best Friends Sushi.

_DSC0272
Das beste Sushi in der Pontstraße, der Stadt ach was, der ganzen Welt! Gut, darüber lässt sich streiten. Es soll auch noch andere sehr gute Sushiläden in Aachen geben, aber hier habe ich nach vielen nichtssagenden Enttäuschungen zum ersten Mal die hohe Kunst des Sushi probieren dürfen. Und seid dem bin ich süchtig. Meine Favoriten sind die Fried Buddha Roll, Poppeye Roll und die Best Friend’s Roll. Dazu kann ich nur ein Weizenbier empfehlen. Das passt ausgezeichnet.

Die These des Vortragsabends habe ich übrigens vergessen. Irgendwas in die Richtung, Kunst ist Anderssein, Orte der Kunst (z.B. Museen…oder Restaurants) sind priviligierte Orte des Andersseins. Philosophie ist doch nicht so meine Welt. Ich halte mich da lieber ans Kochen und Essen…